Die interessantesten Orte

Eine Landschaft, in der Natur, Geschichte und menschliches Gedächtnis aufeinandertreffen

Um zu verstehen, was Hřebečský hřbet so besonders macht, genügt ein kurzer Ausflug in die Region. Sobald man den Trubel der Hauptstraßen hinter sich lässt und die Umgebung genauer betrachtet, eröffnet sich eine Landschaft voller bemerkenswerter Spuren menschlicher Aktivität und Zeugnisse uralter geologischer Prozesse. In den Abdrücken des Lebens im Tertiärmeer lässt sich erahnen, wie die Hügel der Gegend in ihrer heutigen Form noch nicht existierten. Jüngere und ältere Geschichte verschmelzen hier in der Landschaft, den Gebäuden und den unscheinbaren Details, die man auf den ersten Blick leicht übersieht.

Eine von der Zeit geprägte Landschaft

Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts prägten die Region Hřebeč tiefgreifend. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutschsprachige Bevölkerung vertrieben, und die Region wurde anschließend von Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes neu besiedelt. Dieser Prozess führte zu einer gewissen Entfremdung von der Landschaft, die über Jahrhunderte durch das Zusammenleben von Mensch und Natur geformt worden war. Erst mit der Zeit erwachte das Interesse an der Einzigartigkeit der Region Hřebeč wieder – nicht nur in geologischer, sondern auch in historischer und naturkundlicher Hinsicht.

Bodenschätze von Hřebče

Die Landschaft des Hřebečský hřbet sichert seit Generationen den Lebensunterhalt der Anwohner. Einige Rohstoffe, wie beispielsweise Braunkohle, dienten vorwiegend dem lokalen Bedarf. Andere hingegen haben die Bedeutung der Region weit übertroffen.

Dank der außergewöhnlichen Qualität der lokalen feuerfesten Tone hat die Region Hřebeč weltweite Berühmtheit erlangt. Der Bergbau hat nicht nur technische Denkmäler, sondern auch eine unverwechselbare Landschaft hinterlassen, die heute zu den größten Attraktionen der Gegend zählt.

Aussichtsturm Strážný vrch – Ausblicke inspiriert von der Bergbauvergangenheit

Der Aussichtsturm auf dem Strážný vrch (590 m ü. d. M.) erinnert in seiner Form an einen Förderturm und verweist symbolisch auf die Bergbaugeschichte der Region. 67 Stufen führen zur Aussichtsplattform in 14 Metern Höhe, von der aus man einen herrlichen Ausblick genießt. Von hier aus hat man einen Blick auf die Moravská Třebová, einen Teil des Orlické-Gebirges und bei guter Sicht sogar auf das Králický Sněžník-Massiv. Der Aussichtsturm ist ein ideales Ziel für einen Familienausflug oder einen Zwischenstopp auf einer längeren Wanderung durch Hřebečské.

Aussichtspunkt Nad doly – Landschaft unter Ihren Füßen

Die Aussichtsplattform Nad Doly liegt 124 Stufen tiefer als der Hauptweg. Die gerade Treppe besteht aus mehreren Armen, die in die Mergelfelsenwand eingelassen sind, und schon der Weg zum Aussichtspunkt ist ein Erlebnis. Die Aussichtsplattform bietet einen wunderschönen Blick auf das Becken von Moravskotřebovská. Im Osten sieht man die Moravská Třebová, rechts die Straße zum Hřebeč-Tunnel mit dem dazugehörigen Viadukt. Im Süden erhebt sich der Roh (660 m ü. d. M.), der höchste Gipfel des Hřebečský-Kamms, und der Horizont wird vom Streifen der Zábřežská vrchovina (Hochebene) begrenzt. In der Nähe des Aussichtspunkts sieht man freiliegendes, verwittertes Gestein. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachttemperaturen schafft hier extreme Bedingungen, unter denen Moose und niedrige Pflanzen gedeihen. Die erhitzten Gesteinsoberflächen bieten außerdem einen Zufluchtsort für Eidechsen, Blindschlangen, Vipern und Spinnen.

Mondlandschaft – Wenn die Natur das Werk des Menschen vollendet

Einer der beeindruckendsten Orte in der Region Hřebeč ist die sogenannte Mondlandschaft. Diese einzigartige Szenerie entstand durch Halden aus unverarbeitetem Schiefer und Abraum der umliegenden Bergwerke, die Wasser und Wind im Laufe der Zeit zu geschwungenen Hügeln und Bächen formten. Ein Abraumhaufen erstreckt sich an einem steilen Hang und erinnert mit seiner Oberfläche tatsächlich an ein Mondrelief. Der Ort bietet nicht nur einen wunderschönen Blick nach Osten auf Moravská Třebová und die Umgebung, sondern auch einzigartige Bedingungen zum Fotografieren. Besonders bei tiefstehender Sonne entsteht hier ein faszinierendes Licht- und Schattenspiel. Auf dem Gelände der ehemaligen Hřebeč-Bergwerke sind außerdem verlassene Betriebsgebäude zu sehen, die sich die Natur nach und nach zurückerobert. Informationstafeln geben Auskunft über die Geschichte des Ortes. Der Eintritt ist frei und das Gelände ist jederzeit zugänglich, idealerweise jedoch bei guter Sicht. Der Bahnhof Hřebeč–Doly ist auch mit der historischen Schmalspurbahn erreichbar, die den Endpunkt der Schmalspurbahn Mladějovská darstellt.

Rostiger Bach – Ein natürliches Freiluftlabor

Der Rostiger Bach fließt aus einem Erbstollen unter dem ehemaligen Betonwerk in Hřebč auf einer Höhe von 470 m. Er setzt sich als Udánecký-Bach fort und mündet in Moravská Třebová in den Kunčínský-Bach. Seine charakteristische rostbraune Farbe und der schwefelartige Geruch sind das Ergebnis chemischer Reaktionen zwischen Wasser, Gestein und sulfidhaltiger Kohle. Dadurch entstehen auf natürliche Weise saure Grubenwässer mit hohem Eisengehalt, aus denen sich Ockerablagerungen bilden.

Am Bachlauf wurden mehrere künstliche Kaskaden errichtet, die das Wasser mit Sauerstoff anreichern und die Oxidation von Eisen beschleunigen, wodurch es nach und nach gereinigt wird. Der Rostige Bach ist nicht nur ein interessantes Naturphänomen, sondern auch ein Beispiel für die Verbindung zwischen natürlichen und technischen Prozessen.

Naturpfade und der Hugo-Baum

Die Bergbaupfade von Hřebečské sind etwa 70 km lang und umfassen 22 Lehrstationen. Informationstafeln informieren die Besucher über Geologie, Bergbau, Bergbautechniken und die lokale Natur.

„Ich bin Hugo der Permon und ich zeige euch Hřebečské. Ich weiß, wo die Schätze sind, wo es angeblich spukt und wo die wundersamen Wasserquellen entspringen. Bleibt bei mir, damit ihr euch nicht verirrt!“

Die Wege eignen sich für Spaziergänger, Radfahrer und Familien mit Kindern und Kinderwagen.

Willkommen in der Region Hřebečský hřbet, einer Region, in der Sie von der Informationstafel zum Aussichtsturm, vom Pavillon zur Schmalspurbahn, vom Museum zu den stillen Seen auf den Hügelkuppen gelangen und immer wieder etwas Neues entdecken können.